Große Erfolge bei LEM

Mit einem Titel, einer Silber- und einer Bronzemedaille können die Landesmeisterschaften 2018 mit Fug und Recht als erfolgreich bezeichnet werden.

Zunächst ging es in die Mixedspiele. Michael Kämmer und Petra Teichmann spielten sich mit einem hart umkämpften Sieg gegen eine Schweriner Paarung bis ins Halbfinale vor. Beim 14:21/21:17/21:16-Erfolg konnten sich beide zunehmend auf das gute Defensivspiel der Kontrahenten einstellen und letztlich überzeugend gewinnen. Im Halbfinale waren Micha und Petra gegen eine junge Schweriner Paarung mit 21:19/24:22 erfolgreich. Im Finale hatten beide dann schwer mit dem Spiel der favorisierten Güstrower Gegner zu kämpfen und mussten sich letztlich knapp mit 18:21/19:21 geschlagen geben.


Weiter ging es in den Einzeldisziplinen. Im Herreneinzel ging Micha topgesetzt ins Turnier und wollte möglichst weit kommen. Das es ihn letztlich bis zum Titel tragen, würde war jedoch nicht zu erwarten. „Micha hat unfassbar gekämpft und den Titel mehr als verdient!“, freute sich Trainer Thomas Reiter mit seinem Schützling. Herausragend im Turnierverlauf war das Halbfinalspiel gegen den Schweriner Zastrow. Hier konnte sich Micha nach mehr als einer Stunde gegen seinen 15 Jahre jüngeren Kontrahenten durchsetzen. „Das war echt hart, aber ich habe immer eine meine Chance geglaubt und es hat gereicht!“, strahlte er unmittelbar nach seinem Erfolg. Zunächst sah es nicht nach einem Sieg aus. Sein Gegner dominierte aus Vorder- und Hinterfeld und überzeugte mit hoher Präzision, so dass der erste Satz mit 21:14 an den Schweriner ging. Der zweite Satz wurde zum Marathonspiel und bot den Zuschauern lange, hart umkämpfte Ballwechsel. Bei 20:20 konnte Micha dank eines Schmetterballs auf die Seitenlinie den Satzball sichern und diesen anschließend erfolgreich verwerten. Mit der Hypothek von vier Mixedspielen mehr in den Beinen kam Kämmer dann zunächst schwer in den Entscheidungssatz und lag immer leicht in Rückstand. Erst zum 17:17 konnte er erstmals Gleichstand herstellen. Dann zog er mit 20:18 in Führung, aber gewonnen war das Spiel noch lange nicht. Im wohl besten Ballwechsel des Turniers wehrte der Schweriner Kontrahent nicht nur mehrere
Schmetterbälle, sondern auch den ersten Matchball gekonnt ab. Mit dem nächsten Ballwechsel konnte Micha das Spiel nach mehr als einer Stunde Spielzeit jedoch zu seinen Gunsten entscheiden und mit 14:21/22:20/21:19 in Endspiel einziehen. Mit dauerhaftem Applaus gingen beide Akteure vom Feld. Anschließend musste für das Endspiel neue Kräfte und Konzentration gesammelt werden. Das Spiel gegen den ehemaligen Greifswalder André Wiechmann (nun Güstrow) bot das komplette Kontrastprogramm zum vorhergehenden Match. Kurze Ballwechsel prägten das vor allem taktisch und mental anspruchsvolle Spiel. Mit Ruhe konnte Micha den ersten Satz gewinnen, verlor jedoch anschließend etwas den Faden und musste in den Finaldurchgang. „Da half nur nochmal sammeln und alles reinhauen“, beschrieb er anschließend seine Gefühlslage. Bis zum Seitenwechsel (11:10) blieb das Spiel ausgeglichen, bevor Wiechmann zwei, drei leichte Fehler unterliefen und der GSVler sich absetzen konnte. Bei 20:16 konnte er seinen zweiten Matchball dank eines gefühlvollen Drops verwandeln und sich anschließend als neuer Landesmeister feiern lassen. Daneben gelang Micha auch das Kunststück, zum zweiten Mal nach 2003 (!) das Herreneinzel zu gewinnen, was die längste Serie zwischen zwei Titeln in der Geschichte des Landesverbandes M-V darstellt. Super gemacht.

Im abschließenden Damendoppel konnte sich Merle Schnell und Petra bis ins Halbfinale vorspielen, wo gegen die Schweriner Paarung Mai/Shiw Gobin nach drei Durchgängen Schluss war. Dennoch eine verdiente Bronzemedaille.

Damit endet das Spieljahr 2018 sehr erfolgreich, 2019 wird hoffentlich
ebenso beginnen.